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Homöopathie bei Schwersterkrankungen Welche Therapie stoppte die Metastasierung? Bei der Jahreshauptversammlung des Zentralvereins homöopathischerÄrzte in Dresden am 16.5. hatte Dr. Horst Barthel einen Patienten mit Hodencarcinom vorgestellt, den er aus seinem neuen Buch: "Homöopathie – der Erfolg gibt recht" entnommen hatte. In der anschließenden Diskussion meinte ein älterer homöopathischer Kollege eine Kritik äußern zu müssen, weil er den Erfolg der Chemotherapie und nicht den Hochpotenzen zuschrieb, die er völlig ablehnt. Deswegen darf hier nochmal der zeitliche Ablauf der Krankengeschichte dargestellt werden. Im Mai 1986 wurde wegen eines Teratoms des rechten Hodens die Semicastration rechts im Stadium I durchgeführt. Von August bis Oktober 87 Polychemotherapie wegen retroperitonealer Metastasierung. Im November 87 wurde ein großes, histologisch reifes Teratom mit Anteilen aller drei Keimblätter retroperitoneal im rechten Oberbauch entfernt. Von Dezember 87 bis Januar 88 die zweite Chemotherapie (1x VIP, 1x Holoxan und VP 16). Im Oktober 90 wurde die Keilresektion wegen eines großen Teratoms aus dem anterioren linken Oberlappensegment der Lunge unter der dritten Zytostatika-Therapie durchgeführt. Trotz dieser Behandlung ergab das Computertomogramm von Ende November 90 ein erneutes Rezidiv in der linken Lunge in Form eines relativ großen Rundherdes im Bereich des Aortenbogens. Bei dem Controll-CT am 28.12.90 zeigte sich eine extreme Größenzunahme des neuen Rundherdes mit nahezu einer Verdopplung des Tumordurchmessers. Aus dem Bericht der Universitätsklinik vom 5.7.91:"Ein weiteres Kontroll-CT nach etwa vier Wochen erbrachte eine Verdoppelung des Tumors, so daß an der hohen Malignität kein Zweifel mehr bestand. Nach Rücksprache wurde zunächst eine Zytostatika-Therapie eingeleitet, um ggf. weitere, unerkannte Metastasen zu beseitigen und erst sekundär den Tumor chirurgisch zu entfernen. Eine erneute CT-Kontrolle zeigte dann jedoch, daß trotz der Zytostase der Tumor weiterhin deutlich an Größe zugenommen hatte. Damit bestand die Indikation zur chirurgischen Tumorentfernung. Ich habe diesen Eingriff am 25.1.1991 vorgenommen. Nachdem mit dem Patienten bei dubioser Prognose ein möglichst lungenschonendes Vorgehen abgesprochen war, fand ich dann einen Befund vor, der nur radikal im Sinne einer erweiterten Pneumektomie sanierbar war. Da aufgrund des negativen Erfolges der Zytostastika-Therapie keine Behandlungsalternative zur Verfügung stand, habe ich mich zu diesem Radikaleingriff entschlossen... Die chirurgischen und onkologischen Behandlungsmaßnahmen dürften ausgeschöpft sein." Trotz vier Operationen und trotz viermaliger Chemotherapie befand sich der Patient damals am Tiefpunkt seines Lebens und war verzweifelt. Ab 30. November 90, also seit fünfeinhalb Jahren, wurde der Patient mit sechs homöopathischen Einzelmitteln behandelt. Von diesen Arzneimitteln erhielt er Conium XM bis CM über zusammen vier Monate und Carbo animalis XM bis CM über zusammen 26 Monate. Beide Mittel haben das Symptom der cancerösen Erkrankungen der Drüsen im 3. Grad. Weiterhin erhielt der Patient Phosphorus u.a. mit dem Symptom der cancerösen Erkrankungen im 3. Grad über zusammen fünf Monate, Sepia u.a. mit dem gleichen Symptom im 1. Grad über zusammen fünfeinhalb Monate und Sulphur u.a. mit dem gleichen Symptom im 2. Grad über zusammen 23 Monate. Die fünf Klinikbefunde vom 22.7.92 bis 3.5.96 sind klinisch und labormäßig ohne krankhaften Befund. Es besteht nur durch den Status nach Pneumonektomie eine seit Mai 94 festgestellte Mitral- und Trikuspidalinsuffizienz ohne subjektive Beschwerden. Auch die ambulante Kontrolluntersuchung vom 3.5.96 "gab keine Änderung des Allgemeinbefindens Aufgrund der klinischen Untersuchung und der Laborbefunde ergibt sich erfreulicherweise kein Anhalt für ein Rezidiv des Hodentumors sowie des mediastinalen Sarkoms." Welche Therapie stoppte nun die weitere Metastasierung? Waren es die vier Operationen und die vierfache Chemotherapie? Bei der hohen Malignität hatte der Tumor trotz der 4. Zytostase im Dezember 90 weiterhin deutlich zugenommen. Aufgrund des negativen Erfolges des Zytostatikatherapie stand bei der dubiösen Prognose keine Behandlungsalternative als der Radikaleingriff der Pneumektomie zur Verfügung. Damit waren die chirurgischen und onkologischen Behandlungsmöglichkeiten erschöpft. Oder war es doch die Homöopathie sowohl mit ihrer gezielt anticancerösen als auch mit ihrer individuellen Hochpotenz-Therapie? Diese und weitere mehr als 60 Kasuistiken mit schwerwiegenden gesicherten Diagnosen sind in dem obengenannten Buch dargestellt. Es taucht die Frage auf, ob es nicht ein Kunstfehler sei, vor Anwendung der Schulmedizin einem Patienten nicht die Hochpotenz-Homöopathie angedeihen zu lassen.

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